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EINE VISION ERFÜLLT SICH

Projektplaner Franz X. Erlacher

Am runden Tisch im Juni im Gewerbepark Gilching Süd nahmen u.a. Landrat Karl Roth, die Bürgermeister Manfred Walter (Gilching), Otto Kriwetz (Weßling) und Peter Flach (Wörthsee), die Familie Max und Wolfgang Stürzer, Christian Winkelkötter von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Starnberg und Mitglieder der IHK Kreisverband Starnberg teil.
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KONZEPT UND STAND JUNI 2008.pdf [3.663 KB]

Aus Starnberger Merkur Juli 2008

AUS STARNBERGER MERKUR 4. Juni 08

Gilching – Es wächst und wächst und wächst… Kritikern zum Trotz schreibt der Gewerbepark Gilching Süd Erfolgsgeschichte.
Mit der Ansiedlung von weiteren internationalen Unternehmen soll der Standort zur europäischen Drehscheibe werden, betonte Franz X. Erlacher am Dienstag auf einem Pressegespräch im Cafe Reis im Gewerbepark Gilching Süd. Motto war „Eine Vision wird nach 390 Tagen Wirklichkeit“. Das Erfolgsrezept des Projektplaners: Qualität statt Quantität. „Deshalb dauert für Außenstehende vielleicht alles ein bisschen länger. Es zählt aber nicht der schnelle Erfolg, sondern das, was auf Dauer gut für die Region ist.“ Wolfgang Stürzer, Mit-Eigentümer des insgesamt 17 Hektar großen Areals an der Staatsstraße 2069, erläuterte kurz, welch’ Aufwand teilweise betrieben wird, um bei der Auswahl der Firmen die richtige Wahl zu treffen. „Es gehört ein langer Atem und viel Geduld dazu. Auch, dass nachts durchgearbeitet wird.“ Zumal eines der Unternehmen aus den Staaten kommt und Vertragsverhandlung nicht nur in englisch, sondern durch die Zeitverschiebung oft auch nächtens stattfinden. Abgesehen davon, dass mal schnell in die USA geflogen werden muss. „Da ist uns aber auch ein großer Wurf gelungen“, freute sich Stürzer. Auf einer Fläche von rund 2,1 Hektar wird sich im Gewerbepark eine Europazentrale der Satelliten- und Navigationstechnologie ansiedeln (wir berichteten). Insgesamt wurden auf Baustufe II bisher 4,5 Hektar vermarktet. Das Fachmarktzentrum für die Nahversorgung mit 1,4 Hektar wurde bereits eröffnet. 3,1 Hektar Grund entlang der Dornierstraße wurden im Frühjahr notariell unter Dach und Fach gebracht. Eingangs der Dornierstraße soll das Hotel Galile mit 120 Zimmern, Restaurant und Tagungsräumen entstehen. Favorit ist eine spanische Hotelkette. Die Baustufe I mit inzwischen 26 Firmen und 540 Mitarbeitern wurde durch die Gemeinde Gilching vermarktet.
Ziel sei, so Erlacher, dass am Gewerbepark Süd insgesamt 1155 Arbeitsplätze entstehen, davon 12 Ausbildungsplätze. Wobei nach oben hin alles offen ist. Landrat Karl Roth lobte die Entwicklung. „Ich bin stolz darauf, was hier entsteht. Innovation trifft auf Technologie. Süd wird zum Leuchtturm am europäischen Wirtschaftsstandort Starnberg.“ Unterstützung versprach auch Gilchings Bürgermeister Manfred Walter. Ihm liege besonders die Kinderbetreuung am Herzen. „Der Bedarf ist da“, sagte Walter. Das habe er aus vielen Gesprächen mit Firmeninhabern erfahren. Er versprach, beim Konzept für eine optimale Kinderbetreuung mitzuarbeiten. Dass erfolgreiches Arbeiten nur gemeinsam möglich ist, betonte Erlacher. Deshalb hat er nicht nur Vertreter der wichtigsten Wirtschaftsverbände mit ins Boot geholt. Sondern zum Pressegespräch auch die Bürgermeister Peter Flach aus Wörthsee und Otto Kriwetz in Vertretung von Bürgermeister Michael Muther aus Weßling eingeladen. Uli Singer

Beim Pressegespräch am 3. Juni 2008 mit dabei...

u.a. Landrat Karl Roth (Mitte mit Plan) und die Bürgermeister Manfred Walter (Gilching/5. von rechts) und Peter Flach aus Wörthsee (rechts

GRUNDSTEINLEGUNG

Starnberger Merkur, 18. Juni 2004

Ein Standort von internationaler Bedeutung
Grundsteinlegung für den grünen Gewerbepark in Gilching
Gilching – So oder ähnlich muss es im Himmel zugehen. Weißblauer Himmel, frisch gezapftes Bier, ein durch und durch gelungener Schweinsbraten und rund 250 gute gelaunte Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Eine Atmosphäre, die gestern bei der Grundsteinlegung für den neuen Gewerbepark Gilching Süd Anlass zu Visionen gab. „Mit so einem Gewerbegebiet in unserer Region werden die Pferde wieder zu saufen beginnen“, stellte Landrat Heinrich Frey fest.
Bevor er mit dem offiziellen Grußwort begann, musste der leicht hinkende Heinrich Frey Aufklärungsarbeit leisten. „Es handelt sich hier nicht um einen missglückten Seitensprung, sondern um einen Muskelriss“, sagte er. Diesen hatte er sich beim Jogging zugezogen, weshalb er sich humpelnd fort bewegte. Den Initiatoren des Gewerbeparks gratulierte er zu ihrem Mut, auch in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten zu investieren. Bürgermeister Thomas Reich, der die Kassette für den Grundstein mit aktuellen Zeitungen, Geldscheinen, und Urkunden füllte, strahlte mit Max Stürzer um die Wette. Wie berichtet, wird das rund 18 Hektar große Projekt an der Autobahn in Kooperation zwischen der Gemeinde und der Stürzer GbR verwirklicht. Von einer unendlichen Geschichte erzählte Reich. Er berichtete rückblickend von den vielen Hürden, die in den letzten acht Jahren genommen werden mussten. Das Luftamt Südbayern meldete unter anderem Bedenken an und die Naturschützer, die eine Zersiedelung befürchteten. „Immer wenn wir dachten, jetzt haben wir den Durchbruch geschafft, lauerte bereits die nächste Klippe auf uns, die umschifft werden musste.“ Schelte gab es für die Landespolitiker, die zwar die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Bayern hervorheben, es aber an der nötigen Unterstützung fehlen lasse, so Reich. Anders Landrat Heinrich Frey, „der uns über das normale Maß hinaus unterstützt hat“.
Für die GbR trat Wolfgang Stürzer ans Mikrofon. Er betonte, dass trotz aller Schwierigkeiten letztendlich eine „Punktlandung“ vollzogen worden sei. Großes Lob wurde allgemein dem Projektplaner Franz X. Erlacher (Foto) ausgesprochen. Wie berichtet, wird er für die GbR Baustufe II betreuen und vermarkten. Der Gemeinde steht er für Baustufe I als erfahrener Berater zur Seite. Erlacher: „Die Attraktivität des neuen Standorts für High-Tech-Unternehmen hat sich bereits über die Landkreisgrenzen hinaus herumgesprochen. Es haben sich inzwischen welt-weit agierende Firmen dafür interessiert. Einzelgespräch laufen diesbezüglich.“ Die Segnung des Grundsteins und des Areals nahmen die Pfarrer Wieland Steinmetz und Wolfgang Schnell vor. Uli Singer
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Unendliche Geschichte

Zwölf Jahre dauerte die Entwicklung des Areals
Landrat Frey: "Richtiger Schritt in die Zukunft"

Von Wolfgang Prochaska

Gilching - Wenn nur die Hälfte der Glückwünsche für das neue Gilchinger Gewerbegebiet Süd in Erfüllung gehen, dann muss es ein wirklich großer Erfolg werden. Gestern war die feierliche Grundsteinlegung für das Areal, das in den ersten beiden Baustufen 16,4 Hektar Nettofläche für die Ansiedlung von Firmen zur Verfügung stellt. 250 Gäste feierten das auch für die Region wichtige Ereignis. Landrat Heinrich Frey sprach in seiner Rede von einem ¸¸richtigen Schritt in die Zukunft".
Zwölf Jahre dauerte die Entwicklung des Geländes, wie der Gilchinger Bürgermeister Thomas Reich und Rechtsanwalt Wolfgang Stürzer, die mit dem Unternehmer Ingo Schwarz sozusagen im Alleingang die Weichen für das wirtschaftlich bedeutende Areal stellten, in ihren Ansprachen mehrfach betonten. Während Reich von einer ¸¸unendlichen Geschichte" sprach, die nun ¸¸endlich erfolgreich abgeschlossen" werden konnte, übte Ingo Schwarz, der den Gilchinger Autozulieferer Schwarzpunkt leitet, heftige Kritik am Bürokratismus vor allem in den höheren Etagen der Verwaltung. Eine Entwicklungszeit von zwölf Jahren sei nicht akzeptabel, schimpfte er. Damit meinte er aber nicht Landrat Frey, der von allen Rednern für sein Engagement gelobt wurde.
So viele Lobeshymnen konnten aber dennoch nicht hinwegtäuschen, dass die Ansiedlung neuer Firmen kein leichtes Spiel werden wird. Zwar gab sich Projektentwickler Franz Xaver Erlacher optimistisch, aber die derzeitige Wirtschaftslage hat auch mittelständische Unternehmen bei Investitionen vorsichtig gemacht. Landrat Frey sprach daher auch lediglich von einer ¸¸Vorarbeit für die Zukunft" und verknüpfte damit die Hoffnung, dass ¸¸eines Tages die Pferde wieder ordentlich zu saufen beginnen".
Für die feierlichen Akt der Grundsteinlegung wurde extra eine Kupferrolle angefertigt, in der unter anderem die Ortschronik von Gilching, die Familienchronik der Familie Stürzer (den Stürzers gehört das Areal), den Bebauungsplan und Euro-Münzen verschwanden. Die beiden Pfarrer Wolfgang Schenk und Wieland Steinmetz weihten im Rahmen eines kleinen ökumenischen Gottesdienstes das Areal. Danach durften sich die Gäste in einem Festzelt bei Häppchen, Bier und Sekt in Gespräche über den Standort Starnberg und speziell Gilching vertiefen. Und da das Wetter gut war, herrschte eine heitere, fast ausgelassene Stimmung.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.138, Freitag, den 18. Juni 2004 , Seite 5

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